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Religiöse Rituale und Glaubenslehren begründen sich auf den Erfahrungsbildern von Nahtoden und Epileptikern sowie von Menschen in tiefster Meditation, höchster Ekstase oder in extremen Ausnahmesituationen. Da die Betroffenen ihre todesnahen Erfahrungen nicht realistisch einordnen können oder wollen, werden sie unsichtbaren Mächten, Gespenstern und Göttern im Himmel zugeschrieben. So sollen auch Moses, Jesus und Mohammed ihre “Gottesnähe“ aus eigenen Nahtoderlebnissen abgeleitet haben.

Jeder der vielen Götter ist nur so schlau wie seine Erfinder

Im Laufe der Menschheitsgeschichte wurden auf diese Weise Hunderte verschiedene Religionslehren und Hunderttausende Götter und Geister ersonnen. Diesem lukrativen Gotteshandel gepaart mit religiösem Druck und Angstmache ist es so über Jahrtausende hinweg gelungen, die geistige Weiterentwicklung der Menschheit massiv zu behindern.

Obwohl jede der Weltreligionen einen anderen wahren Gott präsentiert, kommen den Gläubigen in ihrer Einfalt und Verblendung keine Zweifel. Und dass es im Hinduismus sehr viele Götter und im Buddhismus überhaupt keinen Gott gibt, macht die Widersprüchlichkeit und Unglaubwürdigkeit der Religionen komplett. Aber nach wie vor bestimmt die kulturelle Herkunft eines Menschen dessen Leben und Denken, auch wenn er keinen Einfluss darauf hatte, wohin er geboren wurde. Die anerzogenen Glaubenslehren und Weltbilder werden im Laufe des Lebens als alleinige Wahrheit verinnerlicht und mit voller Überzeugung gegenüber Andersdenkenden verteidigt.

Dabei wird im Eifer des Gefechts vollkommen vergessen, dass man bei einem anderen Erziehungshintergrund genauso vehement die Positionen der religiösen Konkurrenz vertreten würde. Und darum sichern sich die Religionsgemeinschaften mit der Taufe eine frühe Prägung ihrer Schäfchen und schaffen dadurch eine lebenslange Abhängigkeit, aus der sich nur wenige befreien können.

                                                                 

Allen Religionslehren gemeinsam ist das „göttliche“ Gebot, sein Leben in Bescheidenheit, Demut und Nächstenliebe zu führen. Wer danach lebt kommt in den Himmel, wer nicht, muss in der Hölle schmoren. Aufgrund der menschlichen Gier, müssen jedoch auch die allermeisten Gläubigen und Christen selbst mit dem Schlimmsten rechnen. Und weil sich mit solch schlechten Prognosen kein Geld verdienen lässt, haben die Weltreligionen geschickt Hintertürchen eingebaut, die der reuige und einfältige Sünder dankend annimmt und dafür gerne bezahlt.

Religionen sind mittelalterliche Einfalt für Menschen ohne Verstand

Das einfältige Märchen vom Nikolaus und Christkind wurde zur Verklärung, Erziehung und Abschreckung kleiner Kinder erfunden. Mit einsetzendem Verstand durchschauen Jugendliche diesen verlogenen Unsinn sehr schnell und glauben nicht mehr daran. Um die Heranwachsenden weiterhin bei der Stange zu halten, haben clevere und geschäftstüchtige Religionsstrategen daraus das dramatischere Bibelmärchen vom lieben Gott und Engelscharen im Himmelreich zurecht gezimmert. Die kostümierten Märchenerzähler wissen ganz genau, dass sie mit ihrem mittelalterlichen Humbug lügen; die gläubigen Schäfchen leider nicht. 

Durch das verbissene Festhalten an ihrem einfältigen Bibelzauber lenken die Kirchen geschickt davon ab, dass Gottes Sohn Jesus allenfalls für die damalige Zeit vor zweitausend Jahren besonders schlau, clever und geschickt gewesen ist, aber verglichen mit dem heutigen Wissenstand doch eher als strohdummer Blender und Magier eingestuft werden muss.

Jedes Schulkind ist heutzutage schlauer als der liebe Gott

Denn für Jesus und seine noch dümmeren Jünger und Zeitgenossen war die Erde eine Scheibe, kreiste die Sonne um die Erde, stand die Menschheit im Zentrum der Schöpfung, wurde die ganze Welt in einer Woche erschaffen, wurde  Adam aus Staub und Eva aus dessen Rippe gemacht, war das Herz der Sitz der menschlichen Seele, galten Donner und Blitz als ein Zeichen für Gottes Zorn, etc. Elementare Zusammenhänge der Schöpfung und Natur waren ihnen gänzlich unbekannt. Bei einer solch extremen Unwissenheit von Jesus Christus als Gottes Sohn, muss die Schlauheit seines himmlischen Vaters ebenfalls bezweifelt werden.

Darum verwundert es bei dieser göttlichen Einfalt auch nicht, dass sich Vater und Sohn seit 2000 Jahren feige verstecken.

Aber noch nicht einmal, dass er Gottes Sohn war, wusste Jesus damals, denn dazu wurde er erst lange nach seinem frühen Tod auf einem päpstlichen Konzil im vierten Jahrhundert per Beschluss der irdischen Versammelten erkoren. Und dass der Schöpfer unseres Universums ausgerechnet zu diesen einfältigen und primitiven Menschen von damals gesprochen und vor ihren Augen Wunder vollbracht haben soll, ist genauso abstrus wie die naiven Hirngespinste um UFO’s und grüne Männchen.

Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, er erkennt sie nur (Aurelius Augustinus 354 - 430 n. Chr.)

Aus der modernen Philosophie, Hirnforschung und den Neurowissenschaften ist bekannt, dass in jedem menschlichen Gehirn ein besonderer Bereich existiert, in welchen uns die Natur moralische Verhaltensmuster und fromme Empfindungen  einprogrammiert hat. Aus diesem Grunde bezeichnet man diesen neuronalen Hirnabschnitt häufig auch als Gottesmodul. Die in ihm enthaltene Biosoftware ist eine fühlbare Vorgabe der Schöpfung, welche uns zu einem Leben in Bescheidenheit, Demut und Nächstenliebe ermahnt. Diesen evolutionären Paradiesgedanken und Moral-Codex trägt jeder Erdenbürger von Geburt an als programmierte Gottes-Bits in seinen Genen, unabhängig von seiner Herkunft, Religion und Hautfarbe.

Und auf dieser neuronalen Lebensleitlinie im vorderen Hirnlappen basieren alle religiösen und moralischen Wertvorstellungen und Schöpfungsaussagen zur Existenz menschlichen Lebens von Anbeginn bis heute. Das betrifft die widersprüchlichsten Deutungen und Fehlinterpretationen von Kirchenfürsten und Gurus, Pfarrern und Nonnen, Gläubigen und Heiden, Getauften und Ungetauften, Armen und Reichen, Schwarzen und Weißen, Gebildeten und Ungebildeten, Staatsmännern und Bettlern gleichermaßen.

Die Herkunft und Existenz dieses fühlbaren Gottes-Codes im menschlichen Gehirn ist das Ergebnis von 15 Milliarden Jahren evolutionärer Schöpfungskraft in unserem Universum. Diese evolutionäre Lebensleitlinie wird über die Gene des menschlichen Erbgutes weitergegeben und entfaltet sich beim Heranwachsen eines Menschen in dessen Gehirn automatisch, ähnlich wie die vielen anderen genetisch vorprogrammierten Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstrukturen. In diesen Gottes-Genen sind auch die Einrichtung einer neuronalen Gewissensdatenbank sowie der willenlose Todesablauf vorprogrammiert. Diese Handschrift der Schöpfung zur menschlichen Existenz kann in den 1,5 % Prozent Gendifferenz zwischen Mensch und Schimpanse nachgelesen werden.

Gott ist nur ein moralischer Code, den unser Großhirn fühlen kann.

Mit dem gesunden Menschenverstand lassen sich aus diesem fühlbaren Schöpfungsprogramm (Feelware) religiöse Gebote (Demut, Bescheidenheit, Nächstenliebe) sowie Grundgesetze und Menschenrechte ableiten. Auf gar keinen Fall aber lassen sich damit die Existenzen von unsichtbaren Geistern, Gespenstern oder Göttern noch irgendwelche Himmelreiche begründen. Dass allerdings ein oder mehrere Schöpfer hinter jedem Urknall im Kosmos stehen könnten, ist anzunehmen, aber letztendlich unwissbar. Klar erkennbar hingegen ist das evolutionäre Schöpfungsziel, neben dem triebgesteuerten Tiermodell ein vernunftgesteuertes Menschenmodell mit moralischen und ethischen Eigenschaften zu etablieren.

Die menschliche Fähigkeit sich wahrzunehmen und zu denken hat die Schöpfung allerdings gepaart mit einem hohen Maß an Verantwortung für unser Tun. Zur Erfolgskontrolle des Schöpfungsauftrags ist in jedem neuronalen Gottesmodul (Hirnhardware) eine Gewissensdatenbank als Lebensschreiber vorgesehen. Dabei handelt es sich um eine Art Black Box, in der unser ganzes Leben aufgezeichnet wird und welches vor allem beim Träumen, Meditieren und in der Stunde des Todes aktiv wird. Denn das Sterben ist eine gefühlsechte Animation (Lebensabgleich) unseres Gewissens mit dem Zwang zur Reue. Dieses neuronale Jenseitsprogramm ist ein wesentlicher Teil des Gottes-Codes. Es steht abrufbereit in jedem Gehirn und startet automatisch beim Eintritt des klinischen Todes.  

Glauben heißt nicht wissen oder nicht wissen wollen

Die erbitterten Gegner des Verstands sind Religionen, Einfalt und menschliche Gier. Während die Religionen den Umgang mit dem Verstand glattweg verbieten und sich lieber in angenehme Scheinwelten flüchten, ist die menschliche Gier ein genetisches Vermächtnis unserer tierischen Vorfahren. Mit seinen geistigen Fähigkeiten hat der Mensch diese animalischen Triebe ins Hemmungslose gesteigert und durch einfältige Religionsmärchen und intelligente Wortspiele legitimiert.

Wie Glaube und Gier hat aber auch die Intelligenz wenig bis nichts mit Verstand und Wahrheit zu tun. Sie ist lediglich eine Fähigkeit, sich verwertbares Wissen und brauchbare Kenntnisse anzueignen, um diese dann zum eigenen Vorteil einzusetzen. Wissen macht überlegen und verschafft dem Einzelnen enorme Vorteile in einer Wohlstandsgesellschaft. Im Gegensatz zu Raub und Gewalt, ist Intelligenz ein legales Mittel, um seine persönliche Gier nach Geld und Macht zu befriedigen. Intelligenz und Gier wirken darüber hinaus als neuronale Gewissensbremse. Da die menschliche Gier in allen Bildungsschichten dominiert, sind reine Vernunftentscheidungen weder in Kirche und Politik, noch in der Gesellschaft besonders häufig anzutreffen.

Wäre da nicht der fühlbare Gottescode in unseren Gehirnen, welcher uns zu einem Leben in Bescheidenheit, Demut und Nächstenliebe ermahnt, könnte man sein schlechtes Gewissen einfach ignorieren und sich dem prallen Leben weiterhin ungeniert hingeben. Doch das Wechselspiel zwischen unbändiger Gier, schlechtem Gewissen und Angst vor dem Tod treibt Menschen aller Nationen, Religionen und Gehaltsklassen in eine armselige Scheinheiligkeit und religiöse Abhängigkeit, aus der sich nur wenige befreien können.

Pfarrer sind Gauner

Im Gegensatz zu Magiern und Gauklern, welche geschickt Gegenstände verschwinden lassen oder herbeizaubern können, haben Pfarrer und Prediger weder vor noch hinter ihrem schwarzen Vorhang etwas Konkretes oder Sichtbares vorzuweisen. Zur Ablenkung von ihrer scheinheiligen Nullnummer schrecken sie selbst vor der sinnlichen Betäubung ihrer gutgläubigen Schafe mit deftigen Weihrauchgaben oder geweihten Gaumenkitzlern nicht zurück. Geld und Macht sind bei diesem faulen Bibelzauber das alles Entscheidende, denn Kirchenfürsten gehören mit ihren hohen Managergehältern, Nobelkarossen und Luxusherbergen zu den Spitzenverdienern unserer Gesellschaft. Diese armselige Heuchelei und Gaunerei erfordert ein hohes Maß an Selbsttäuschung und Menschenverachtung

Der zum Himmel stinkende Schwindel mit einem frei erfundenen Gottesphantom wird tagtäglich in den Predigten offenbar, wo keiner der kostümierten Heilsverkünder auf den Kanzeln und hinter den Altären, ja noch nicht einmal der päpstliche Stellvertreter Gottes selbst, seinen Schäfchen auch nur ansatzweise erklären kann, wo sein viel gepriesenes Paradies in etwa liegt, in welcher Gestalt man überhaupt dahin kommt, warum sich sein angeblich einzig wahrer Gott samt seinem menschlichen Sohn vor uns verstecken, warum sein „liebender Heiland“ dem grauenhaften Elend und sinnlosen Leid in der Welt tatenlos zusieht, weshalb die spektakulären Zauberstückchen und Himmelswunder nur in finsterer Vorzeit funktioniert haben sollen und schließlich, warum und wofür jeder fromme Gottesmann sein fürstliches Salär einsackt, anstatt in Jesuslatschen und im Bettlerhemd seinem christlichen Auftrag glaubwürdig nachzukommen.

Einen Allmächtigen gibt es nicht

Die unübersehbare Verschleierungstaktik der Religionsmagier sowie deren nagender Zwiespalt, ihr Unwissen offiziell nicht eingestehen zu dürfen, führen in der scheinheiligen Kirchenhierarchie zu einem heuchlerischen Buckeln nach oben und einem unwürdigen Treten nach unten. Was dem einzelnen Kirchenmitglied allenfalls bleibt, ist die vage Hoffnung, dass die nächst höhere Kircheninstanz vielleicht doch etwas mehr weiß und dass deren Wahrheitsgehalt nicht nur in der zur Schau gestellten Sicherheit im Umgang mit frommen Sprüchen sowie irdischem Wohlstand, Luxus und Macht beruht.

Bei den wenigen Kirchenmännern und Glaubensdienerinnen, deren Inneres sich im Laufe der Zeit nicht mit dem gottlosen Machtapparat arrangieren kann, bleibt nur die rastlose und vergebliche Suche nach einem persönlichen Gotteserlebnis. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn sich Nonnen bis zum Orgasmus in Ekstase beten und glauben der Herrgott sei über sie gekommen oder wenn sich Mönche und Priester bis zu Nahtoderlebnissen hungern oder geißeln, um zu glauben, dem lieben Gott nahe gewesen zu sein.

Glauben kann man alles, die Wahrheit erkennt man nur über den Verstand. Diese Fähigkeit erhebt den Verstand zur alleinigen Moralinstanz für uns Menschen und ist eine klare Absage an die vorsintflutlichen Bibelsprüche, die ihren Gläubigen von Anbeginn das Benutzen des Verstands verboten haben. „Vertraue auf Gott und stütze dich nicht auf deinen Verstand“ (Sprüche 3, Vers 5). 

Vertraue deinem Verstand und stütze dich nicht auf irgendwelche Götterphantome und Himmelsmärchen (Semilogie)

Allerdings reift in den oberen Luxusetagen der frommen Kirchenfürsten und scheinheiligen Großverdiener mehr und mehr die Erkenntnis, dass die vielen Kirchenaustritte direkt mit der Glaubwürdigkeit der Religionslehren zusammenhängen. Die übergewichtige Kirchenriege realisiert ganz allmählich, dass sich kritische Gemeindemitglieder mit der armseligen und einfältigen Vermenschlichung eines frei erfundenen und unauffindbaren Gottes durch einen angeblich zum Himmel aufgefahrenen und seitdem ebenfalls verschwundenen Sohn, nicht mehr länger verdummen lassen.

Die Aufgabe der Kirche wird es in Zukunft sein, Glaube und Vernunft zusammenzubringen“, so die weise Einsicht des irdischen Stellvertreters Gottes (Papst Benedikt), während eines Fernsehinterviews bei seinem Deutschlandbesuch im Sommer 2006.

Doch wie soll das gehen, wenn bereits die Bibel vom Gebrauch des Verstands abrät? Glauben heißt nichts wissen oder nichts wissen wollen, bzw. bei kritischen Fragen einfach den Verstand abschalten und alle Probleme bequem nach oben abgeben. Dieser hirnlose Bibelhumbug stößt moderne Menschen ab, weil sie die Unvollkommenheit, Ungerechtigkeit und Brutalität der Schöpfung sich nicht schön reden können.

Was soll man sich die paar Jährchen seines Lebens mit dem Elend der anderen vermiesen; der da oben tut doch auch nichts. (Unlogik des Glaubens)

Dennoch gibt es mehr und mehr hochrangige Kirchenvertreter, denen selbst erhebliche Zweifel an den vorsintflutlichen Bibelaussagen und dem einfältigen Jenseitshumbug kommen und die diese auch offen bekunden.

Wie zum Beispiel der Erzbischof von Canterberry (Roger Williams), welcher den Christen immerhin das alleinige Jenseitsmonopol für das Leben nach dem Tod abspricht und auch Muslime in den Himmel kommen lässt.

Oder der Salzburger Erzbischof (Alois Kothgasser) der nach einer Flutkatastrophe in Asien mit vielen Abertausenden Toten immerhin zugibt, dass es dafür auch für Gläubige keine gerade (vernünftige) Antwort gibt.

Und schließlich der Präses der evangelischen Kirche (Alfred Buß), welcher immerhin bekennt, dass das Vieh der Reichen das Brot der Armen frisst und dass auf den Feldern der Armen unser Fleisch und Sprit wächst.
 

Doch die bisher überzeugendste Botschaft kommt von Papst Franziskus 2013:            Kirche muss arm sein und dienen.