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Die Geheimnisse von Schöpfung und Natur zu lüften, prägen das Sinnen und Trachten der Mächtigen und Gelehrten seit Anbeginn. Doch seit Jahrtausenden frönt die Menschheit lieber einem einfältigen Götterwahn und naiven Jenseitskult, anstatt sich ihres Verstandes zu bedienen.

Zum Schutz religiöser Scheinwelten wird auch heute noch beharrlich ignoriert, dass der denkende Mensch lediglich ein Millionstel der Weltgeschichte abdeckt, was bildlich der Größe eines winzigen Pünktchens an der Zimmerdecke entspricht. Stumpfsinnig wird an einer biblischen Schöpfungswoche festgehalten, obwohl uns die Evolution sowohl die Lebensfunktionen als auch den Sterbeprozess über die Tiere weitervererbt hat. Fern jeglicher Realität klammern sich Gläubige verbissen an eine göttliche Vorhersehung und ihr warmes Plätzchen im Himmel, obwohl es einen Allmächtigen nicht gibt und unser Universum sich selbst überlassen durch Raum und Zeit treibt.


Doch wenn es keine religiösen Wesen und keine allmächtigen Götter im Bibelhimmel gibt, was hält stattdessen unsere Welt im Innersten zusammen und wo kommt die gewaltige Schöpfungsvielfalt der Natur tatsächlich her? Die ehrliche Suche nach logischen Erklärungen führt aufgeweckte Menschen unweigerlich zu Zweifeln, Unverständnis und Enttäuschung über Pfarrer und Kirche, gefolgt von Religionsverdrossenheit und schließlich Kirchenaustritt. Dieser freiwillige Verzicht auf das „warme Plätzchen im Himmel“ ist ein mutiger und befreiender Schritt. Dennoch hinterlässt er bisweilen eine gewisse Leere, denn plötzlich wird die Eigenverantwortung für das eigene Lebensglück spürbar.

Moderne Menschen haben dennoch mehr denn je das Verlangen nach zeitgemäßen und nachvollziehbaren Erklärungen menschlichen Daseins. Sie möchten die Welt verstehen, vom Urknall über die Evolution bis hin zum eigenen Leben und Tod. Auch bibelmüde Christen wollen sich nicht länger ihren gesunden Menschenverstand verbieten lassen, sondern sich mit den anerzogenen Glaubenslehren und selbstgerechten Weltbildern kritisch auseinandersetzen und mutig über Bord werfen, was der eigenen Vernunft widerspricht. Und so wie Kinder mit einsetzendem Verstand nicht mehr an das Märchen vom Nikolaus und Christkind glauben, wenden sich viele Erwachsene irgendwann in ihrem Leben enttäuscht von den frei erfundenen Göttern und zurechtgezimmerten Himmelreichen der Religionen ab.

Religionen sind einfältiger Gotteswahn und verlogener Jenseitshumbug

Bei einem ehrlichen Vergleich von Glaube und Verstand fällt auf, dass es in den Kernaussagen überhaupt keine gravierenden Unterschiede gibt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn was die breite Masse der Menschheit über Jahrtausende hinweg als wahr gefühlt und erkannt hat, muss wahr sein.

Und eine solche elementare Wahrheit von gefühltem Glaube und nüchternem Verstand ist die alte Weisheit, dass man sein Leben in Bescheidenheit, Demut und Nächstenliebe führen soll, um sich einen würdigen Todesablauf zu verdienen.Für diese allgemeine Erkenntnis menschlicher Existenz ist es deshalb auch vollkommen nebensächlich, ob man an die Entstehung der Welt durch eine Schöpfungswoche irgend eines Gottesphantoms glaubt oder in unserem Universum einen evolutionären Schöpfungsraum sieht, der seit dem Urknall sich selbst überlassen durch Raum und Zeit treibt.

Der in menschlichen Köpfen von Natur aus abgelegte Verhaltenscodex ist eine fühlbare Lebensleitlinie der Evolution und steht als realer Speicherinhalt in einem kleinen Hirnareal (Gottesmodul), den der Gläubige als Seele und der Wissende als Gottes-Code bzw. evolutionäre Seele bezeichnet. Fakt ist, dass unsere Vorfahren aus dieser evolutionären Feelware moralische und ethische Verhaltensregeln, wie zum Beispiel die zehn Gebote abgeleitet haben, während moderne Menschen mit Verstand daraus eher Grundgesetze und Menschenrechte formuliert haben. Natürlich entspringen auch die unzähligen Fehlinterpretationen, Wunschvorstellungen, Religionsmärchen, Bibellügen, Himmelslehren, Hirngespinste, Wichtigtuerei, Imponiergehabe und Horrorgeschichten der letzten Jahrtausende ausschließlich der Unfähigkeit im vernünftigen Umgang mit diesem fühlbaren Schöpfungsauftrag im menschlichen Vorderhirnlappen. 


Aufgrund der individuellen und kollektiven Gier drehen sich alle Bemühungen in Kirche, Staat und Gesellschaft primär um die ungestrafte Umgehung dieses evolutionären Schöpfungsauftrags. Denn alle Frommen, Übersatten, Zufriedenen und Selbstgerechten quält die fühlbare Tatsache, dass die Natur in ihren Gehirnen einen Speicherbereich zur Erfolgskontrolle angelegt hat, in dem das eigene Leben in der Art eines Lebensschreibers abgespeichert wird. Der Speicherinhalt dieser Datenbank wird beim Träumen und Meditieren, bei Nahtoderlebnissen und insbesondere beim Absterben des Gehirns aktiviert. Denn beim Sterben wird der Gewissensspeicher ohne unseren Willen mit den Vorgaben der evolutionären Seele (Gottes-Code) abgeglichen.

Es gibt keine Absolution, außer man ändert sein Leben

Der Todesablauf findet ausschließlich in unserem Kopf in Form einer gefühlsechten Animation statt, die der Sterbende als ewig lang empfindet.  Und ob sich ein gläubiger Mensch seinen Todesablauf im Himmel bzw. in der Hölle vorstellt oder als Verstandesmensch wie einen willenlosen Glückstraum bzw. schrecklichen Alptraum im Großhirn, macht in der gefühlten Wirkung keinen Unterschied. Und genau diese uralte Angst der gläubigen und gierigen Sünder vor diesem ausgleichenden Gerechtigkeitscheck hat die verzweifelte Suche nach religiösen Hintertürchen und käuflicher Absolution zu einem lukrativen Geschäft für machtbesessene Kirchenfürsten und andere religiöse Seelenfänger werden lassen.

Scheinheiliger Bibelhumbug und fauler Kirchenzauber, nicht mehr.

Der Frevel und Betrug der Kirchen an ihren gutgläubigen Schäfchen setzt also erst jenseits dieser elementaren Kernaussagen von Glaube und Wissen an. Denn mit der gebührenpflichtigen Vergebung von Sünden (Absolution) vermittelt die Kirche dem reuigen Gläubigen das warme und erhabene Gefühl, dass der liebe Gott ihm persönlich verzeiht und ihn besonders beschützt. Und die heuchelnden Prediger bestärken den Gläubigen in seinem naiven Selbstbetrug, dass er natürlich dem armen Jesus damals geholfen hätte, das schwere Kreuz zu tragen oder den geschundenen Juden im Dritten Reich einen rettenden Unterschlupf gewährt hätte. Zum Ausgleich bleiben die kirchlichen Gräueltaten der Vergangenheit unerwähnt und zum Wohlgefallen der ganzen Glaubensgemeinde wird verschleiert, dass jeden Tag dreißig Tausend unschuldige Kinder für unseren Wohlstand an das Hungerkreuz genagelt werden. 

Das Gebet eines Gläubigen zu irgend welchen himmlischen Göttern und Gespenstern macht daher keinen Sinn, außer es dient der Besinnung auf sich selbst und der Stärkung seiner inneren Fähigkeiten sowie der Bewusstseinsschärfung für die persönliche Verantwortung gegenüber der Schöpfung. Beten für andere ist sinnlos und das christliche Abgeben von Problemen nach oben ist armselig und feige. Denn es gibt keinen allmächtigen Gott oder barmherzigen Schöpfer, der seine schützenden Hände über jedes einzelne Geschöpf hält und der das große Leid und Elend auf der Welt beseitigen könnte.

Leben und Beten mit dem Verstand.

Ein Besinnungsgebet auf den fühlbaren Schöpfungsauftrag in unseren Köpfen könnte lauten:  "Semi, du unwissbare Schöpfungsdimension, deine evolutionäre Lebensleitlinie in meinem Schläfenlappen werde ich erfüllen und mein zufälliges Leben in Bescheidenheit, Demut und Nächstenliebe führen. Ich will mit dem was ich bin, habe und kann zufrieden sein und das Beste im Sinne deiner Schöpfung daraus machen". Amen. Denn dieser neuronale Moralcode (Gewissen) in unserem Vorderhirn macht uns bewusst, dass mehr als jeden Tag satt zu werden, ein Dach über dem Kopf zu haben und einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen zu dürfen keinem Menschen zusteht. Jedenfalls solange nicht, wie es Milliarden Menschen auf der Welt gibt, denen keine dieser drei Lebensgrundlagen zu gute kommt.  Überfluss und Wohlstandswahn sind somit asozial gegenüber den Armen und ein Verbrechen an der Umwelt. 

Es ist tausendmal besser, wenig sicher zu wissen,
als alles Mögliche nur zu glauben

Dass es keinen biblischen Gott, keine immaterielle Seele und kein Jenseits gibt, ist aus philosophischer, naturwissenschaftlicher und humanistischer Sicht so sicher, wie das Amen in der Kirche. Die Toleranz verlangt jedoch, dass man den Glauben des anderen respektiert und jeden Gläubigen nach seiner eigenen Fasson und Religion glücklich werden lässt. Für denkende Menschen allerdings, denen Zweifel an dem einfältigen Humbug der Kirchenlehren kommen, muss es aber genauso möglich sein, ungehindert von der gebührenpflichtigen Glaubensebene in eine kostenlose Wissensebene zu wechseln. Toleranz aber war und ist alles andere als eine Stärke der Religionen.

Wie bereits erwähnt, gibt es inzwischen immer mehr hochrangige Kirchenvertreter, denen erhebliche Zweifel an dem vorsintflutlichen Bibel- und Jenseitshumbug sowie den selbstgerechten Wohlstandslügen kommen und die diese auch offen bekunden.

Wie zum Beispiel der Erzbischof von Canterberry (Roger Williams), welcher den Christen immerhin das alleinige Jenseitsmonopol für das Leben nach dem Tod abspricht und auch Muslime in den Himmel kommen lässt.

Oder der Salzburger Erzbischof (Alois Kothgasser) der nach einer Flutkatastrophe in Asien und vielen Tausenden Toten immerhin zugibt, dass es dafür auch für Gläubige keine gerade (vernünftige) Antwort gibt.

Und schließlich der Präses der evangelischen Kirche (Alfred Buß), welcher immerhin bekennt, dass das Vieh der Reichen das Brot der Armen frisst und dass auf den Feldern der Armen unser Fleisch und Sprit wächst.


Vergleich.pdf